November 22, 2020
Jenni

Meine neue glutenfreie Küchenmaschine: Ich hab’s endlich getan und ich verrate dir welche es geworden ist & ob sich die Investition gelohnt hat

Jenni Marieni

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Lange habe ich überlegt.
Monatelang recherchiert,
Modelle verglichen und
unzählige Erfahrungsberichte gelesen.

Jetzt hab ichs getan! Ich habe mir eine Küchenmaschine gekauft! Als frühes Weihnachtsgeschenk sozusagen.

Wochenlang war die ausgewählte Küchenmaschine auf meinem Wunschzettel. Immer wieder war ich kurz davor sie zu bestellen. Dann habe ich doch wieder gezögert.

Brauche ich die wirklich? In den letzten Jahren versuche ich mein Konsumverhalten immer mehr zu überdenken und bewusst einzukaufen. Meine Küche ist klein und eine Küchenmaschine ist eine ordentliche Investition. Aber auch eine, die sich lohnt?

Erst durch die Zöliakie Diagnose haben wir richtig mit dem backen begonnen

Vor der Zöliakie Diagnose habe ich zwar auch ab und zu gebacken, aber bei weitem nicht so oft, wie jetzt. Glutenfreies Brot aus dem Supermarkt finde ich okay. Selbst gebackene Weckerl und Brot schmecken aber doch um Welten besser. Die letzten Jahre haben wir alle Teige per Hand gerührt und geknetet. Das hat geklappt, ist aber teilweise doch recht mühsam. Wenn ich sage “wir”, dann meine ich übrigens hauptsächlich Tizian. Er ist der Meisterbäcker bei uns zu Hause. Ich bin mehr fürs Essen zuständig. 🙂

Inzwischen backen wir recht viel. Mit den Jahren nach der Diagnose habe ich mir eine Liste an gelingsicheren, glutenfreien Rezepten zusammengestellt. Oft schmeckt uns die selbst gebackene Version inzwischen deutlich besser, als alles aus dem Supermarkt oder vom Lieferservice. Da wurde es höchste Zeit für eine richtige Küchenmaschine.

Welche Küchenmaschine ist besonders fürs glutenfreie backen geeignet?

Glutenfrei backen ist ja eine Wissenschaft für sich. 1:1 das Weizenmehl ersetzen? Das klappt selten.

Bevor ich mich für meine Küchenmaschine entschieden habe, habe ich lange recherchiert und mich mit Zöli-Freunden ausgetauscht. Was ist wichtig beim Kauf einer Küchenmaschine fürs glutenfreie Backen? Worauf soll ich achten? Was soll so eine Maschine können?

Auf diese Dinge habe ich beim Kauf meiner neuen Küchenmaschine geachtet:

Qualitativ hochwertig

Bereits bei den ersten Recherchen sind mir die extremen Preisspannen der einzelnen Modelle aufgefallen. Die Küchenmaschinen vom Diskonter sind bei mir nicht in der engeren Auswahl gelandet. Zu oft habe ich von schlechten Erfahrungen und mangelnder Haltbarkeit gelesen. Wenn ich schon Geld für eine Küchenmaschine ausgebe, möchte ich etwas Ordentliches haben, das auch wirklich lange – für mehrere Jahre – hält.

Ausreichend Watt

Glutenfreier Teig ist oft besonders klebrig. Gerade bei größeren Mengen Teig braucht das Rührwerk schon viel Kraft, um das Ganze auch wirklich gut durchzumischen. Die Küchenmaschine muss also genug Power haben, um glutenfreie Teige und große Mengen zu schaffen. Ich hab mich deswegen für eine Küchenmaschine mit 1.500 Watt entschieden. Zumindest 1.000  – 1.200 Watt sollten es aber sein für glutenfreien Teig.

Ausreichend Volumen

Wichtig war mir auch ein gewisses Volumen – die Küchenmaschine soll für mich bis zu 750g Mehl bzw. 2kg Teig auf einmal verarbeiten können. So kann ich glutenfreies Brot oder Weckerl auf Vorrat backen und dann einfach einfrieren. Gleichzeitig soll die Maschine aber auch mit kleinen Mengen gut umgehen können.

Einfache Bedienung

Bei jedem Backen die Anleitung raussuchen? Darauf habe ich keine Lust. Meine Küchenmaschine soll einfach und intuitiv bedienbar sein.

Das richtige Zubehör

Die Küchenmaschine soll viel können und auch erweiterbar sein. Meine Küche ist klein und ich möchte nicht 17 verschiedene Geräte haben müssen. Lieber eine Küchenmaschine, die sich mit allerlei Zubehör erweitern lässt. Ich habe auch die Preise vom Zubehör verglichen und mich dann für eine höherpreisige Küchenmaschine mit leistbarem Zubehör entschieden.

Einfach zu reinigen

Jahrelang habe ich per Hand abgewaschen. Seit meinem Umzug dieses Jahr habe ich endlich einen Geschirrspüler – aufs abwaschen habe ich jetzt keine Lust mehr! Deswegen war es mir auch wichtig, dass so viele Teile der Küchenmaschine wie möglich auch geschirrspültauglich sind.

(Das Design)

Blau, rosa, lila, grün.. Küchenmaschinen gibt es mittlerweile in allen Farben und Designs. Mir haben die Designs der KitchenAid Maschinen gut gefallen. Die KitchenAid Artisan in Pistaccio grün finde ich beispielsweise ganz toll. Mit 300 Watt ist sie mir aber deutlich zu schwach. Was bringt mir eine schöne Maschine, die nicht stark genug für glutenfreien Teig ist? Beim Kauf der Küchenmaschine war mir die Funktionalität deswegen deutlich wichtiger, als das Aussehen. Wobei mir meine ausgewählte Küchenmaschine auch sehr gut gefällt.

Zusätzlich war mir noch eine eine Rührschüssel aus Edelstahl wichtig, da ich möglichst auf Plastik in der Küche verzichten möchte. Eine Küchenmaschine speziell füg glutenfreie Teige habe ich übrigens nicht gefunden.

Trommelwirbel… es wurde die Kenwood Chef Titanium

Im Endeffekt wurde es die Küchenmaschine Chef Titanium von Kenwood.

Die Kenwood Chef Titanium

Ich habe mich bewusst für eine hochwertige Küchenmaschine entschieden, mit einer tollen Verarbeitung und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Wenn ich mir schon eine Küchenmaschine leiste und monatelang recherchiere, dann soll es auch ein richtig gutes und langlebiges Modell sein. Beim MediaMarkt war genau die Maschine für eine Woche in Aktion und recht schnell ausverkauft. Tizian ist dafür durch halb Wien gefahren, um noch ein Exemplar der Küchenmaschine zu finden. 🙂

Damit haben wir uns dieses Jahr ein frühes Weihnachtsgeschenk gegönnt. Ansonsten gibt es die Küchemaschine für einen ähnlichen Preis auch auf Amazon Kenwood Chef Titanium KVC7320S und sicher auch im Elektronikladen deines Vertrauens. Wie immer gilt: Unterstütze mit deinem Kauf, wenn möglich, lieber ein kleines Unternehmen, als einen amerikanischen Großkonzern!

Schön finde ich auch, dass es viel und leistbares Zubehör für die Küchenmaschine gibt. Auch die 10 Jahre Motorgarantie haben mich überzeugt.

Kurz habe ich mit der Kenwood Cooking Chef Gourmet geliebäugelt, mit der man zusätzlich auch kochen kann, mit einer Temperaturspanne von 20 bis zu 180 Grad. Der Preis von knapp 1.100 Euro war mir dann aber doch zu teuer und so wurde es die Kenwood Chef Titanium ohne Kochfunktion.

Die Kenwood Chef Titanium im Detail

Mit einer Leistung von 1.500 Watt ist die Küchenmaschine für glutenfreie und mittel bis größere Mengen Teig ideal und in der 4,6 Liter Edelstahl Rührschüssel können Brotteige bis zu 2,1 kg und Kuchenteige bis zu 2,7 kg ohne Probleme verarbeitet werden. Damit geht sich der Teig für 4 Pizzen optimal auf einmal aus.

Mir gefällt das schlichte, elegante Design. Die Bedienung ist einfach und intuitiv. Die Rührschüssel-Innenbeleuchtung finde ich richtig gut und die stufenlose Geschwindigkeitseinstellung praktisch.

Die Beschreibung der Maschine weist mich auch gleich darauf hin, dass das Rührsystem der Küchenmaschine planetarisch ist. Ahaaa? Hab ich davor noch nie gehört. Im Prinzip bedeutet das, dass die Maschine kreisförmig arbeitet, während sich das eingesetzte Rührelement in ovalen Schleifen in die andere Richtung dreht. Dadurch werden die Zutaten besser miteinander vermischt.

Das ist alles mit dabei

Neben der Küchenmaschine, der Edelstahl Rührschüssel und dem Spritzschutz, sind im Paket auch 5 verschiedene Rührelemente bzw. Haken mit dabei. Einmal der klassische Knethaken, besonders für schwere Teigarten wie Brotteig und Pizzateig, der K-Haken für die Zubereitung von Mürbteig, Biskuitteig oder Torte und zum schaumig rühren von Butter. Dann noch der Ballonschneebesen für alles was aufgeschlagen wird, wie Butter, Eier und Schlagobers, der Profi-Patisserie Haken und das Rührelement zum Unterheben.

Besonders oft werde ich wohl den Knethaken und den K-Haken verwenden. Alle Teile sind auch spülmaschinenfest. Noch mehr Details zur Küchenmaschine und den Rührelementen kannst du direkt auf der Kenwood Seite nachlesen: Kenwood Chef Titanium.

Zum nächsten Anlass werde ich mir wahrscheinlich eine Rührschüssel aus Glas gönnen, dann kann ich dem Teig beim Kneten zuschauen.

Der erste glutenfreie Backversuch mit der neuen Küchenmaschine

Für den ersten Versuch mit der neuen Küchenmaschine haben wir uns für Pizzateig entschieden. Einfach weil es Pizza in den letzten Wochen recht oft bei uns gab und wir so einen direkten Vergleich haben. Letztes Wochenende haben wir außerdem unserem Kürbis Bauernhof des Vertrauens einen Besuch abgestattet und die Kürbisvorräte aufgefüllt. Da bietet sich eine glutenfreie Kürbis-Pizza-Blanche an. 

Los geht’s! Anfangs vermischen wir alles auf der kleinsten Stufe, dann schalten wir höher, da merkt man die Kraft der Maschine.

Die 5 Minuten Knetzeit vergeht wie im Flug. Die paar Minuten, in denen die Maschine arbeitet, könnten wir auch etwas anderes machen.. aber ich bin noch zu fasziniert, wie schnell und einfach der Teig richtig schön glatt wird. Nur etwas laut finde ich die Kenwood. Daran muss ich mich noch gewöhnen.

Während der Pizzateig ruht, kommt die Rührschüssel und der Haken in den Geschirrspüler. Alle Teile der Küchenmaschine sind spülmaschinenfest. Fast gleichzeitig klingelt der Wecker für den Teig und der Signalton vom Geschirrspüler. Das Expressprogramm ist fertig. Zeit den Teig auszurollen und zu belegen. Direkt beim Ausrollen merken wir: Der Teig ist diesmal viel mehr aufgegangen und lässt sich deutlich leichter verarbeiten.

Als Basis für die weiße Pizza nehme ich den festen Teil von einer Dose Kokosmilch. Den Kürbis würze ich mit Barbecue Gewürzen, Salz, Knoblauch und Chili. Dann kommt alles in den Ofen.

Ab in den Ofen damit

Das glutenfreie Rezept für den Pizzateig ist von Oliver Welling. Seine gelingsicheren, glutenfreien Rezepte findest du in seiner Facebook Gruppe: Olivers glutenfreie Rezepte. Ich tausche einen Teil vom empfohlenen Mehl oft mit etwas Teffmehl oder Buchweizenmehl aus, dadurch bekommt die Pizza einen leicht herben Geschmack, den ich gerne hab.

Die Idee mit dem Kürbis-Kokoscreme Belag stammt aus einem Rezept von der Bloggerin Justine kept calm and went vegan: Vegane & glutenfreie Kürbis-Spinat Flammkuchen-Pizza. Für meine Kürbis Pizza Blanche habe ich einfach beide Rezepte vereint und nach meinem Geschmack abgewandelt.

Während die Pizza im Ofen ist, starten wir direkt den nächsten Backversuch! Diesmal werden es Muffins. Genauer gesagt die Apfel-Bananen Muffins von Lena’s glutenfrei.

Die Pizza im Ofen wird inzwischen immer dicker! Obwohl wir immer das gleiche Rezept nehmen, wird die Pizza diesmal deutlich voluminöser. Der Teig geht einfach viel mehr auf. Kurz vor Ende der Backzeit gebe ich noch etwas Basilikum auf die Pizza.

Dann der erste Bissen: Das schmeckt viiiieelll besser! Die Pizza ist richtig schön locker und fluffig. Ich liebe die Kombination Pizza und Kürbis einfach. Die Muffins werden später verdrückt und auch die schmecken richtig gut. Da habe ich allerdings keinen Vergleich, denn die gibts heute zum ersten Mal bei uns.

Lohnt sich eine Küchenmaschine fürs (glutenfreie) Backen?

Ich finde ja. Direkt beim ersten Backversuch hatten wir merklich bessere Ergebnisse. Inzwischen haben wir schon Brot, Weckerl, Burger Brötchen und Baguettes gebacken. Besonders wenn du öfters backt, dann lohnt sich eine Küchenmaschine einfach. Der Teig lässt sich besser verarbeiten, es verursacht weniger Chaos in der Küche und die Arme werden geschont.. und geschmacklich ist es auch einfach direkt deutlich ein Unterschied!

Die Kenwood Chef ist nicht gerade günstig, ich habe wochenlang überlegt. Inzwischen bin ich allerdings absolut glücklich über mein diesjähriges Weihnachtsgeschenk. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt einfach. Durch das viele Zubehör kann ich die Maschine auch Schritt für Schritt später erweitern. Absolut notwendig ist die Maschine nicht, das ist mir klar. Für mich ist die Küchenmaschine allerdings ein Stück Luxus, für den ich sehr dankbar bin.

Hast du auch eine Küchenmaschine? Oder überlegst du dir eine zu besorgen?

Schreib mir gerne einen Kommentar!

Jenni

Jenni

Hallo! Ich bin Jenni. Zöli. Mutmacherin. Entdeckerin. Naturkind. wienverliebt. Mit JenniMarieni.at möchte ich dir Tipps für das Leben mit Zöliakie geben und dir Mut machen, auch mit einer Autoimmunerkrankung das Leben so richtig zu genießen. Meine Liebe zu Wien ist auf meinem Blog genauso Thema, wie positive Gedanken und glutenfreie Entdeckungen.
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